Mit dem Hund auf Tour.

Meiner Erfahrung nach sind für längere Wanderungen ein paar Dinge von Bedeutung, die auf keinen
Fall vernachlässigt werden dürfen.

Zum einen ist die Kondition bzw. Allgemeinverfassung von erheblicher Bedeutung was die Planung ihrer Touren angeht. Es versteht sich ja fast von selbst, dass sie nicht mit einem Hund der bisher nur "Gassirunden" gewöhnt ist, von einem Tag auf den anderen einen Tagesmarsch in den Bergen machen können. Es bietet sich an, im Frühjahr mit einem Training zu beginnen. So gewöhnen Sie ihren Hund an ausdauerndes Laufen, die Temperaturen und Sie lernen auch die Leistungsgrenzen ihren Hundes kennen, wenn Sie ihn aufmerksam bei ihren Touren beobachten.
Die Allgemeinverfassung kann nur der Tierarzt beurteilen. Natürlich braucht es keine gesonderte "Tauglichkeitsuntersuchung", aber beim nächsten Termin können Sie ja mal ihre Vorhaben mit dem Tierarzt besprechen, so dass dieser etwas gezielter ihren Hund untersuchen kann.

Der Flüssigkeitsbedarf ist ein sehr wichtiger Punkt. Bitte nehmen Sie nicht die menschlichen Bedürfnisse nach Flüssigkeit als Massstab für ihren Hund. Auf langen Touren benötigt der Hund immer wieder Flüssigkeit. Wenn Sie sich also nicht völlig sicher sind, dass Sie regelmässig an Bächen oder Seen vorbeikommen, nehmen Sie für ihren Hund dringend etwas zu trinken mit. Sie sollten ihm, an heissen Tagen etwa stündlich Wasser anbieten können. Am einfachsten ist es, wenn Sie irgend eine Kunststoffschüssel als Napf mit auf die Tour nehmen. Im Fachhandel gibt es auch sehr günstige Plastikfaltnäpfe.

Zur Fütterung gilt meiner Meinung nach nur so viel zu sagen, dass Sie den Marsch nicht unmittelbar nach der Fütterung beginnen sollten. Lassen Sie ihrem Hund ca. 1 Std. Zeit zum verdauen. Erstes beugen Sie so der Magenumdrehung vor und zweitens läuft es sich bekanntlich nicht gut mit vollem Magen ;-)
Grundsätzliches zum Thema Ernährung finden Sie hier.

Eine Frage die sich viele Hundebesitzer stellen ist die nach dem Halsband oder einem
Brustgeschirr. Meiner Meinung nach sollten ihre Hunde immer ein Geschirr tragen. Erstens führen
die Halsbänder zu einem nicht unerheblichen Kommunikationsproblem zwischen Hund und
Hundeführer und zweitens ist es in unwägbarem Gelände unverantwortlich den Hund am Halsband zu führen wenn er angeleint ist. Stellen Sie sich nur mal vor, ihr Hund ist angeleint und kommt durch einen dummen Zufall vom Weg ab und hängt dann im Halsband
Die nächste Steigerung wäre noch das Brustgeschirr Web Master Harness zu nennen. Näheres finden Sie hier. Es ermöglicht ein müheloses hochheben des Hundes. Nötig kann das sein, wenn Sie einen etwas unsicheren Hund haben und ihm etwas Unterstützung bieten möchten, oder aber die Hindernisse einfach mal zu hoch sind und sie den Hund darüber heben müssen. Auch die Leine kann problemlos am Geschirr fixiert werden.

Im Winter gilt es noch besonders auf die Pfotenpflege zu achten. Einige Hunde neigen zwischen den Ballen dazu starke Eisklumpen zu bilden. Dem ist entgegenzuwirken, wenn man die feinen Härchen zwischen den Ballen sehr kurz schneidet. Im Extremfall kann eine Winterwanderung sonst zur Qual für alle Beteiligten werden. Wesentlich einfacher und weniger Zeitraubend sind aber Booties, von Schlittenhundesprt bekannt.

Und zu guter letzt noch, was Sie aller wahrscheinlich nach bei 10 Touren nicht brauchen, aber bei der 11 dankbar wäre Sie hätte es dabei, ist ein kleiner Erste Hilfe "Kasten". Es gibt kleine Päkchen (Autozubehör, im Grossmarkt wohl am billigsten) die alles enthalten was notwendig ist und für Mensch wie Hund im Ernstfall von grosser Hilfe sein können.